Glossar

Behaviorismus - Es ist ein psychologisches Erklärungsmodell nachdem der Mensch als außengesteuertes Wesen von seiner Umwelt abhängig ist. Dem entsprechend können seine Reaktion auf bestimmte Reize vorausgesehen werden. Dieses Modell gelangte insbesondere in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu großer Popularität, verlor aber seit den 60er Jahren an Bedeutung und wird heute nur noch als eine Sichtweise unter mehreren betrachtet.
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Dialektischer Materialismus - philosophische Auffassung die laut Duden alles auf die Kräfte oder Bedingungen der Materie zurückführt.
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Friedliche Revolution - der Begriff bezeichnet die Ereignisse spätestens seit Beginn 1989, die zum Ende der DDR führten.
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Imperialismus - Das Streben von Großmächten nach wirtschaftlicher, militärischer und politischer Vorherrschaft.
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Kapitalismus - Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung bei der das Gewinnstreben die treibende Kraft darstellt.
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Konspiration - Es wird bezeichnender Weise laut Duden als Verschwörung definiert, diente damals aber dem MfS als Umschreibung für Geheimdienstliche und verdeckte Arbeit.
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Marxismus-Leninismus - Der Begriff bezeichnet eine Ideologie die nach den Vorstellungen von Karl Marx, Friedrich Engels und Wladimir Lenin formuliert wird.
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Operative Psychologie - Bei Operativer Psychologie handelt es sich um ein Kunstwort der Staatsicherheit. Es wird einerseits verwendet für die Lehrtätigkeit des Lehrstuhls II der Juristischen Hochschule Potsdam und andererseits für die „psychologischen“ Vorgehensweisen des MfS. Laut Holger Richter lässt sich der Begriff am Besten mit „Psychologie für die Staatssicherheit oder Geheimdienst-Psychologie übersetzen“.
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Sozialismus - Theorie einer Staatsform, die auf den gemeinschaftlichen oder staatlichen Besitz aller Produktionsmittel und einer gerechten Verteilung der Güter abzielt.
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Sozialpsychologie - Ist ein Teilgebiet der Psychologie, das Prozesse zwischen und innerhalb sozialer Gruppen und ihre Auswirkungen auf das Erleben und Verhalten des Einzelnen untersucht.
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Zersetzung - Zersetzung war in der DDR eine gegen Oppositionelle angewandte Repressionsmethode mit der Zielstellung, diese zu verunsichern.
Jürgen Fuchs bezeichnete es als einen „Angriff auf die Seele“ von Menschen. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass sie einerseits den gesamten Machtapparat eines Staates einsetzte und diesen andererseits als Urheber nicht erkennen ließ. Sie wurde insbesondere ab 1971 unter Erich Honecker angewandt und löste den offenen Terror unter Walter Ulbricht nach und nach ab.
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