1. Vorwort

Die vorliegende Arbeit wurde im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres in der Kultur bei der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ angefertigt. Sie stellt die inhaltliche und fachliche Grundlage für die Präsentation des Themas innerhalb der Gedenkstätte dar.

Damit dient sie der Grundlagenbildung für ein Projekt, das mit ihrer Hilfe einen pädagogisch-didaktisch aufbereiteten Zugang zum Thema schaffen will. Dementsprechend baut sie auf gewisse Voraussetzungen, insbesondere was die Kenntnis historisch-ideologisch-gesellschaftlicher Prozesse der DDR betrifft.

Ihr Anliegen ist das Aufzeigen eines historischen Abrisses zur Operativen Psychologie, der allerdings an vielen Stellen auch einen Vergleich zu aktuellen psychologischen Erkenntnissen anstellt. Damit soll dem Leser geholfen werden, die vom Ministerium für Staatssicherheit zu Grunde gelegten Betrachtungen in den wissenschaftshistorischen Kontext einzuordnen.

Die Ausarbeitung folgt in ihrer Gliederung dem logischen Verlauf des „Zersetzungsvorganges“. Dieser beginnt damit, dass Mitarbeiter psychologisch geschult werden und kumuliert in der Anwendung dieser vermittelten Erkenntnisse in der eigentlichen Bearbeitung. Außerdem spielt das Anwerben, Festhalten und Kontrollieren sowohl der eigenen Hauptamtlichen Mitarbeiter als auch der Inoffiziellen Mitarbeiter (IM) eine entscheidende Rolle. Schließlich wird den besonderen Bedingungen der Haft Rechnung getragen und untersucht, inwiefern psychologische Maßnahmen ihre Opfer bis heute psychisch und physisch belasten.



zurück
Inhaltsverzeichnis
weiter